16/16 Geschichten
aus dem Deutschen Auswandererhaus
Sonderausstellung 8. Mai – 31. Oktober 2026
im Deutschen Bundesrat
Ab dem 8. Mai 2026 präsentiert das Deutsche Auswandererhaus im Deutschen Bundesrat auf Einladung des Bremer Bürgermeisters und amtierenden Bundesratspräsidenten Dr. Andreas Bovenschulte die Ausstellung „16/16 Geschichten aus dem Deutschen Auswandererhaus”.
Die Ausstellung stellt sechzehn einzigartige Lebenswege vor – jeder führt in eines der 16 Bundesländer hinein oder aus ihm heraus. So geht es unter anderem von Südafrika nach Sachsen-Anhalt und von dort weiter nach Bremen. Von Bremen nach New York. Von New York zurück auf die Nordseeinsel Föhr. Aus- und Einwanderungsbiographien von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senior: innen spannen internationale Netzwerke vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Erzählt die jüngste Geschichte von den Auswanderungshürden, die ein Bayer während der Corona-Pandemie überwinden musste, belegt die älteste Geschichte wie sich ein französischer Adliger um das Jahr 1800 als Revolutionsflüchtling in Hamburg ein neues Leben aufbaute. Jede der 16 Biografien wird illustriert durch einzigartige Lithographien, Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke aus der Sammlung des Deutschen Auswandererhauses. Sie dokumentieren deutsche Migrationsgeschichte in allen Facetten: Ein enggeschriebener Brief berichtet davon, wie 1832 Ziegenmilch einen Säugling auf der Überfahrt nach Amerika rettet. Eine schwarze Reiterkappe zeugt vom deutschen Kolonialismus in China. Eine blaue Plastikente wird zum Symbol für den langen, nicht immer geradlinigen Prozess des Ankommens in Deutschland.. Ein selbstgeschriebenes Gedicht reimt über den Frieden, den die Enkel eines Russlanddeutschen in der Bundesrepublik endlich fanden.
Jede einzelne Lebensgeschichte steht für sich, und gleichzeitig verdichtet sich in allen ein Stück Landes- und Weltgeschichte. „Die 16 Lebenswege dieser Ausstellung laden dazu ein, Migration aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und ein tieferes Verständnis füreinander zu entwickeln“, betont Bremens Bürgermeister und amtierender Bundesratspräsident Dr. Andreas Bovenschulte. „Sie machen Mut, sich mit Offenheit, Empathie und Neugier auf die Erfahrungen anderer einzulassen und deren Lebenswege nachzuvollziehen.“
Die Ausstellung wird im im Lichthof West des Deutschen Bundesrats präsentiert und kann im Rahmen einer Hausführung bisichtigt werden. Informationen zu Führungsterminen finden sich unter www.bundesrat.de.